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Es begann alles als Tanzgruppe...

Man schrieb das Jahr 1968 als der Vorstand des Männergesangsvereins "Einigkeit Kaichen" der Ansicht war, dass er seinen Familienabend mit einer tänzerischen Einlage umrahmen könnte. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Frauen sich dieser vertrauensvollen Aufgabe annehmen sollen.

...und die Frauen ließen sich was einfallen!!! Die Initiative ergriff damals Elke Steppan und trommelte eine - zu diesem Zeitpunkt - noch junge Truppe zusammen, die sich sofort eifrig darin übte, in graziler Gleichmäßigkeit die Beine in alle Richtungen zu schwingen. Mit dem Abbanda "Zwei Apfelsinen im Haar und an den Hüften Bananen", fing die Geschichte an.

Bei Erika Strätz, jahrelang selbst aktives Mitglied der Weiberfassenacht, wurden die dafür notwendigen Kostüme in Auftrag gegeben.

Mit klopfenden Herzen und zitternden Beinen traten die Damen letztendlich in der Dorfschänke "Beim August" zur Uraufführung an.

  Von links nach rechts: Annelie Fehrmann, Liselotte Seitz, Ingrid Kopp, Karin Martin, Helga Zimmermann, Gerda Heck, Gerlinde Hering und Elke Steppan



Weitere Tänze wurden einstudiert...

Die große Nervosität bei den ersten Vorführungen legte sich schnell und bald war ein Auftritt der Tanzgruppe bei Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken.

Am 02. März 1973 öffnete das Bürgerhaus Kaichen seine Pforten und war ab diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit und somit auch den Vereinen zugänglich. Die Kaicher Vereine ließen sich nicht lange bitten und stellten zu diesem Anlass ein reichhaltiges Programm zusammen, bei dem natürlich auch die Tanzgruppe nicht fehlen durfte.

Kurz: Der Grundstein der Weiberfassenacht war gelegt

Schnell hatte man neue Ideen im Kopf und an einer hielt man besonders fest: Wir gestalten einen Abend von Frauen für Frauen! Frau Käthi Stoll säte den "Urgedanken", eine Faschingsveranstaltung im Bürgerhaus aufzuführen. Dieser Einfall wurde von der Tanzgruppe für gut befunden und schnell in die Realität umgesetzt.

Da es kein Zufall sein konnte, dass die offizielle Eröffnung des Bürgerhauses am 02. März 1973, (Faschingsfreitag ! ) war, beschloss die Tanzgruppe den Weiberfaschingsabend schon kurz darauf abzuhalten. Letztendlich entschied man sich für den 04. März 1973 - den Faschingssonntag.

1. Sitzung: 04. März 1973, 20:11 Uhr im Kaicher Bürgerhaus

Pünktlich um 20:11 Uhr marschierte der Elferrat mit großem Tamtam und lautstarkem Helau, in den - mit sage und schreibe 150 Frauen besetzten - Saal ein und eröffnete das Programm. Zwischen den Tänzen wurden die Büttenreden vorgetragen. Einige Mitwirkende der ersten Stunde stehen heute noch in der Bütt und haben sich zu echten "Originalen" entwickelt. Im zweiten Jahr war der Saal bereits ausverkauft! So nahm das Schicksal seinen Lauf und niemand ahnte, was sich daraus - bis zum heutigen Tag - entwickeln würde. Denkt man zurück, fällt diese Zeit in die Anfänge der Emanzipation. Die Frauen wurden flexibler, viele machten Ihren Führerschein, gingen arbeiten und bildeten Gruppen oder Vereine.

Diesen Werdegang hat fast all die Jahre auch unsere Hauskapelle, unter der Leitung von Peter Münk, miterlebt.

Die Kapelle begleitete die Liveauftritte der Gesangsdarbietungen bis 2003!

Bis heute werden im Schnitt 9 - 10 Sitzungen pro Jahr durchgeführt

Nie wurde auch nur ein Plakat gedruckt oder Werbung platziert! Lediglich Handzettel mit den Terminen werden für die aktuellen Kampagnen verteilt. Alles andere läuft ganz von selbst. Man kann sagen, unsere Sitzungen sind über all die Jahre hinweg, rein durch "Mund-zu-Mund-Propaganda" ausverkauft!

Aufgrund des guten Fundaments (durch unseren Nachwuchs und immer neuen Mitgliedern) und dem tollen Team bestehend aus dem Elferrat, den treuen Mitwirkenden und unseren guten Seelen von Schneiderinnen, konnte sich ein nie erträumter Erfolg einstellen und stabilisieren.
 
Den Elferrat von 1973 gibt es in seiner "Ursprungsform" heute nicht mehr. Wie der Lauf der Dinge nunmal so ist, wurde immer mal wieder das ein oder andere Mitglied des Rats ausgetauscht und durch ein Neues ersetzt. Letztendlich nahmen in der Saison 2012 alle restlichen Gründungsmitglieder Abschied von der Bühne und machten Platz für eine neue Generation. Jede Einzelne von Ihnen bleibt in den Herzen der aktiven Mitglieder und in den Köpfen der Zuschauer. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an all' diese Frauen, die den Weg dieses erfolgreichen Vereins bis heute geebnet haben.
 
(Wir werden euch nicht vergessen und freuen uns auch weiterhin auf eure Besuche während der Sitzungen vor, auf und hinter der Bühne.)
 
Die Initiatorin des Vereins, 1. Vorsitzende, Präsidentin, Kassiererin und Gründungs- bzw. Elferratsmitglied Elke Steppan wurde in der Saison 2013 zur Ehrenpräsidentin ernannt und mit dem Ehrenorden vom Bund des deutschen Karnevals von Herrn Karsten Hain ausgezeichnet. Wir alle gratulieren ihr zu diesem Erfolg und freuen uns, dass sie uns auch weiterhin als helfende Hand erhalten bleibt und durch das Programm begleitet.
 
Abschließende Worte

Alle Mitwirkenden haben sicher ein anerkennendes Wort verdient. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der immense Einfallsreichtum  der Büttenrednerinnen, Sängerinnen, Gruppen, Tanzmädchen und unserer Schneiderinnen, diesen Erfolg begründen. Hinter dem Ganzen steht mit unermüdlichem Einsatz der Elferrat.